1) Orga Info:
Hallo, schön dass ihr da seid.
Ablauf:
Es gibt jetzt einen Teil Orgapunkte was für heute wichtig ist für die Veranstaltung.
Es gibt dann einige redebeiträge ca 1. Stunde; Dann laufen wir, dieses Jahr etwas kürzer z.b. nicht durch die Innenstadt weil Sonntag ist auch ca. eine gute Stunde. Dann kommen wir wieder hier her und hören nochmal Redebeiträge nochmal eine knappe halbe Stunde.
Alle beiträge haben wichtige Inhalte und wir hoffen ihr habt die energie sie alle zu hören. Vielleicht könnt ihr euch es auch ein bisschen bischen bequem machen auf dem Boden oder so.
Übersetzungen: wir haben dieses Jahr es leider nicht geschaft Übersetzungen zu machen, es wird reden auf deutsch und auf englisch geben. Wirden versuchen sie noch auf unserer Webseite zu veröffentlichen: 8marzfreiburg.noblogs.org und dann bei insta das nochmal posten.
Konsum, Party
Das ist keine Party; Deshalb wünschen wir uns, wenn es für Menschen möglich ist auf Konsum von Rauschmitteln wie Alkohol, Weed… Zu verzichten – bzw. so gering wie möglich zu halten. wir möchten einen Konsum-armen Raum, indem auf Mitmenschen Rücksicht genommen wird, weil offener Konsum für andere Menschen auch sehr unangenehm sein kann.
Der 8. März ist nicht der Feminismus-Konsum Tag. Wir sind hier weil wir wütend sind und es dringend notwendig ist ganz viel zu änderen.
Nehmt euch zusammen die Straße! Ermächtigt euch durch Laut sein wenn das für euch passt, nehmt so teil wie es für euch gut ist und spürt den gemeinsamen Kampf und dass wir viele sind. Konektet euch mit menschen, tauscht euch aus über eure Kämpfe über eure Ängste, Verunsicherungen, über Hoffnungen und Ideen intersektionalen Feminismus stark zu machen, darüber wie ihr Verantwortung übernehmen könnt und andere dazu bringen könnt Verantwortung zu übernehmen.
Falls es wider erwarten zu Reppresion durch die Polizei Lasst euch gegenseitig nicht allein! Betroffen sind einige, gemeint sind wir alle!
Es gibt
Awareness
Wenn ihr gewalt grenzüberschreitung oder diskriminierung erlebt oder wenn euer nervensystem gestresst ist, wendet euch an das awareness-team in den lila westen. Sie werden versuchen euch zu unterstützen, herauszufinden was ihr braucht und das zu ermöglichen. Deine Wahrnehmung und Perspektive ist dabei zentral für alles was passiert und wird nicht in Frage gestellt.
Es gibt auch einen Rückzugsraum, fragt dafür auch die awareness.
Order*innen
Fragt sie wenn ihr fragen habt; vielleicht können sie diese beantworten; wenn sie informationen weitergeben dann bitte zuhören
Flaggen
Bitte keine Nationalflaggen. Nur Flaggen von Ländern die sich in antikolonialen kämpfen befinden sind ok.
Bitte keine Transpis und Flaggen von irgendwelchen Organisationen. Bitte nur feministische kämfe auf Tranpis und Flaggen.
Route
Wir laufen jetzt gleich am platz der alten Synagoge vorbei; gerade aus in die Sedanstraße, dann auf der Bismarckallee unter der blauen Brücke, am Bahnhof vorbei, dann rechts in den Friedrichsring bis zum Fahnenbergplatz, nach hier zurück zum Platz der Alten Synagoge.
Der erst Block ist ein flinta*-block: Wir möchten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass FLINTA Personen nicht nur Frauen und weiblich gelesene Menschen sind, FLINTA steht für Frauen, Lesben, Intergeschlechtlich, Nicht Binär, Transgeschlechtlich und Agender Personen. Du kannst einer anderen Person das Geschlecht nicht ansehen. Wir möchten aktiv das binäre Geschlechter system abbauen und dazu gehört die Geschlechtsidentität anderer Personen anzuerkennen und Menschen nicht aufgrund von aussehen oder Stimme in das binäre Geschlechter system rein zu drängen und zu ordnen.
Orga-Rede Part 1
Hallo und Herzlich Willkommen zu internationalen feministischen Kampftag!
Es ist ein Kampftag, auch ein Gedenktag und auch Feiertag aber vorallem ein Kampftag. Weil wir uns alle Fortschritte, unsere Anerkennung, unsere Rechte unser Überleben selbst und gemeinsam und kollektiv erkämpfen müssen und auch auf verteidigen müssen und wir uns dabei nicht auf die Herrschenden verlassen können und dürfen. Das zeigt sich ständig und überall und auch und besonders in Rojava und Kurdistan, einer der Gründe warum wir dieses Jahr einen Schwerpunkt darauf gelegt haben.
Wir sagen feministischer Kampftag und schon eine Weile nicht mehr der Frauen- oder Frauen*-Tag. Wir machen damit weder die historische Bedeutung von Frauen bzw. endo-cis-Frauen für den 8. März noch ihre heutige Betroffenheit vom Patriarchat und ihre Bedeutung im Kampf dagegen unsichtbar (schließlich heisst Femina von dem sich feministisch ableitet auch Frau halt auf lateinisch). Wir wählen den Begriff weil er für uns klarer steht die Befreiung aller Geschlechter und das klare Wissen: Das Patriarchat zerschlagen/auflösen/abarbeiten heißt die binäre Geschlechterordnung aufzulösen. Oder in Audre Lorde Worten: „The Master’s Tools Will Never Dismantle the Master’s House.“ Das Haus der Herrschenden /das System der Unterdrückung kann niemals mit den Werkzeugen der Herrschenden/Unterdrücker abgebaut werden. Eine Ende des Patriarchats innerhalb der binären Geschlechterordung kann es nicht geben.
Und wir sind internationalistisch. Wir wissen dass unsere Unterdrückung zusammenhängt und verstrickt ist mit Nationalismus und Kolonialismus und dass wir nur gemeinsam und solidarisch das ändern können indem wir unserer Wissen und Ressourcen teilen voneinander und miteinander lernen; indem wir zum Beispiel heute hier in Deutschland und Freiburg als relativ privilegierte Strukturen Kämpfen in anderen Weltregionen versuchen Raum geben.
9) Tadamun
Unsere Herzen brennen im Monat der Barmherzigkeit.
Wir baten um nichts als gemeinsam in stillen Küchen in der Dämmerung essen zu können,
leise Gebete in der Nacht, Datteln, geteilt zwischen geliebten Händen.
Wir baten nicht um Gold, wir baten nicht um Geschenke,
wir baten um Gerechtigkeit und FRIEDEN.
Stattdessen Sirenen, Bomben und Rauch.
Eltern, die in Trümmern graben und finden, was niemand jemals finden sollte.
Warum brennt der Himmel im heiligsten Monat?
Warum holt uns die Trauer genau dann ein, wenn wir versuchen, unsere Herzen zu reinigen?
Wenn eine von uns erzittert, fühlen wir es alle.
Wenn eine Mutter weint, sollte die Welt mit ihr weinen.
Wir feiern eure Feiertage, wir wünschen euch Wärme, Freude und Sicherheit.
Warum können wir unser Fasten nicht brechen, ohne innerlich zu zerbrechen?
Was ist mit Menschlichkeit?
Ist sie unter dem Staub begraben?
Haben wir vergessen, zu atmen?
Unsere Herzen brennen, aber sie brennen, weil sie noch immer daran glauben, dass wir für Gerechtigkeit und Frieden kämpfen können.